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LEG

Lokale Elektrizitätsgemeinschaft

LEG mit egonline verständlich erklärt.

Ab 2026 können mehrere Verbraucher innerhalb derselben Gemeinde lokal erzeugten Solarstrom über eine LEG gemeinsam nutzen. egonline konsolidiert die Messdaten und wickelt die interne Stromabrechnung strukturiert ab.

Warum eine LEG interessant ist

Die LEG eignet sich besonders, wenn mehrere Gebäude lokal erzeugten Solarstrom gemeinsam nutzen sollen – ohne ein klassisches ZEV-Konstrukt innerhalb eines einzelnen Hausanschlusses.

01

Lokaler Solarstrom wird wirtschaftlich nutzbar

Solarstrom kann innerhalb der Gemeinschaft direkt an Teilnehmer weitergegeben werden. Das erhöht die lokale Nutzung und verbessert die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage.

02

Auch mehrere Gebäude lassen sich zusammenfassen

Eine LEG ist möglich, wenn sich die Teilnehmer in derselben Gemeinde, beim gleichen VNB und auf derselben Netzebene befinden.

03

Abrechnung bleibt nachvollziehbar

Netzstrom und lokale Solarstromanteile lassen sich getrennt darstellen – klar für Eigentümer, Verwalter und Teilnehmer.

Schematische Darstellung einer LEG

Schematische Darstellung einer LEG mit PV-Anlage und drei Teilnehmern

Was eine LEG von ZEV und vZEV unterscheidet

Beim ZEV steht der Eigenverbrauch im Vordergrund. Bei der LEG bleibt der Vertrag zwischen Teilnehmer und Elektrizitätswerk bestehen – der lokale Solarstrom wird zusätzlich verteilt und separat abgerechnet.

  • Teilnehmer bleiben ans öffentliche Netz angebunden.
  • Netzstrom und lokaler Solarstrom werden getrennt betrachtet.
  • Geeignet für Zusammenschlüsse über mehrere Gebäude hinweg.
  • Das Elektrizitätswerk bleibt zentral für Messung, Netz und Reststrom.
gleiche Gemeinde
gleicher VNB
gleiche Netzebene
lokale PV-Nutzung

So wird eine LEG mit egonline aufgesetzt

Der praktische Ablauf ähnelt der vZEV-Einführung, ist aber auf die LEG-Logik abgestimmt. Entscheidend ist, dass die Messdaten zuverlässig über das Elektrizitätswerk bzw. SDAT bereitgestellt werden.

1

Anmeldung beim Elektrizitätswerk

Die LEG wird beim zuständigen Elektrizitätswerk bzw. VNB angemeldet. Dabei werden die teilnehmenden Messpunkte und die Struktur der Gemeinschaft definiert.

2

Datenübermittlung via SDAT festlegen

Die Messwerte werden typischerweise via SDAT-CH Hub übermittelt. Das reduziert den Aufwand vor Ort – für diese Variante ist keine zusätzliche Hardware nötig.

3

Messpunkte und Teilnehmer zuordnen

Alle relevanten Messpunkte müssen korrekt den Gebäuden, Nutzern und Rollen zugewiesen sein – z. B. Verbrauch, PV-Produktion oder Bilanzzähler.

4

Abrechnung im egonline-Portal vorbereiten

Sobald die Datenübertragung aktiv ist, kann die Anlage im Portal aufgeschaltet werden. Solarstrom, Netzstromanteile und Tarife werden transparent dargestellt.

Wie die Abrechnung in einer LEG funktioniert

Der zentrale Unterschied zur klassischen ZEV-Abrechnung: Teilnehmer erhalten nicht nur eine interne Rechnung, sondern weiterhin auch eine Rechnung vom Elektrizitätswerk.

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Rechnung von egonline

In der LEG-Rechnung werden die lokal erzeugten und lokal verteilten Strommengen dargestellt.

  • Lokaler Solarstromanteil pro Teilnehmer
  • Interner LEG-Tarif
  • Übersicht Verteilschlüssel

Rechnung vom Elektrizitätswerk

Das Elektrizitätswerk bleibt für Netzstrom, Abgaben und Tarifbestandteile zuständig.

  • Netzstromverbrauch und Netzgebühren
  • Abgaben und Steuern
  • Reststromlieferung

Praxisbeispiele für eine LEG

Es gibt mehrere Szenarien, in denen eine LEG sinnvoll eingesetzt werden kann.

A

Vier EFH mit PV und Batterie

Mehrere Einfamilienhäuser in derselben Gemeinde teilen lokal erzeugten Solarstrom. Das Modell eignet sich besonders, wenn einzelne Häuser unterschiedliche Lastprofile haben.

B

vZEV plus zusätzlicher Gewerbebetrieb

Ein bestehender virtueller ZEV kann in ein grösseres LEG-Szenario eingebunden werden, etwa wenn ein benachbartes Gewerbe am lokalen Solarstrom partizipieren soll.

C

Zwei separate ZEV-Gebäude in einer LEG

Auch mehrere bestehende Strukturen lassen sich kombinieren. Wichtig ist eine saubere Trennung der Messdaten und Abrechnungslogiken für ZEV, vZEV und LEG.

Häufige Fragen zur LEG

Klare Antworten auf die wichtigsten Unterschiede, Voraussetzungen und Betriebsfragen.

Benötigt eine LEG zusätzliche Hardware?

Für die von egonline beschriebene SDAT-Variante in der Regel nicht. Die Messdaten kommen über das Elektrizitätswerk, was die Umsetzung vor Ort deutlich vereinfacht.

Bleibt der Vertrag mit dem Elektrizitätswerk bestehen?

Ja. Die LEG wird klar von ZEV und vZEV abgegrenzt: Das Vertragsverhältnis mit dem Elektrizitätswerk bleibt bestehen – zusätzlich kommt die lokale LEG-Abrechnung hinzu.

Kann eine LEG mit ZEV oder vZEV kombiniert werden?

Ja. Genau diese Kombination wird in den Schulungsunterlagen mehrfach gezeigt. Voraussetzung ist eine saubere Messdatenstruktur, damit Erzeugung, Überschuss und interne Verteilung korrekt abgerechnet werden.

Für wen eignet sich diese Seite?

Vor allem für Verwaltungen, Eigentümer, Installationspartner und Projektverantwortliche, die schnell verstehen möchten, wie eine LEG organisatorisch und abrechnungstechnisch funktioniert.